KONTAKT

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2 thoughts on “KONTAKT”

  1. Hallo, neugierig geworden nach Deinem Eintrag im Forum bei P&R bin ich hier bei Dir gelandet.

    Was heißt eigentlich „frei sein“? Wenn ich so lese wie Du auf der Farm in Australien lebst und ich das dann mit meinem Leben „in der Tretmühle“ wie Du’s nennst vergleiche, dann habe ich fast den Eindruck, dass mir mehr persönliche Freiräume bleiben, wo ich wirklich das machen kann was ich will, ohne, dass ich jemand Rechenschaft ablegen muss und in denen ich tue, was mir (vermeintlich) gut tut. Und wenn Du dann vom Druck, den der Boss aufbaut schreibst, dann ist das doch nichts anderes als in allen anderen Firmen dieser Welt.

    Ich bin kein Philosoph, aber beim Nachdenken kommt man schnell an Grenzen, wo Ansichten, Geschmäcker und Vorlieben mit harter Realität zusammenstoßen. Kein Lebewesen ist frei in seinen Entscheidungen. Wir sind immer alle den Naturgesetzen unterworfen (der Notwendigkeit Nahrung zu finden, Schutz vor Witterungseinflüssen, soziale Kontakte zu haben und gesund zu bleiben bzw. wieder zu werden), zusätzlich auch noch gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Regeln. Ist man frei wenn man sich dem entzieht in dem man einen anderen Lebensraum wählt oder wird es nicht eigentlich nur anders, aber nicht zwangsläufig besser? Ist man nicht evtl. sogar freier, wenn man sich mit einem System arrangiert als wenn man von einem System zum anderen zieht?

    Das sind Fragen, die man für sich selber beantworten muss und die erstmal gar nichts mit der horizonterweiternden Erfahrung von Reisen und der Begegnung mit anderen Kulturen und Sichtweisen zu tun hat.

    Ich wünsche Dir viel Freude bei der Suche nach Dir selbst.

    Grüße aus dem nasskalten Deutschland

    1. Hallo Jürgen,
      schön, dass du auf meiner Website vorbeigeschaut hast 🙂

      Ich denke, jeder ist dann frei, wenn er sich frei fühlt.
      Und dabei spielen das „System“, die politischen Bedingungen, Naturgesetze sowie gesellschaftlichen Regeln und sonstiges eigentlich keine Rolle. Letztendlich muss sich das Gefühl von Freisein in dir selbst entfalten und nur du selbst hast es in der Hand, dies zu beeinflussen.
      Um ein inneres Gefühl von Freiheit zu verspüren muss man sicherlich einiges dafür tun und sich auch manchmal selbst austricksen. Zu gerne verfallen wir in alt bekannte Muster zurück und unser Gehirn suggeriert uns dann es sei richtig, denn wir sind es ja gewohnt. Und etwas, was gewohnt und vertraut ist gibt uns erst einmal Sicherheit und Sicherheit kann ebenso ein Gefühl von Freiheit erzeugen.

      Auf einer meiner Farmaufenthalte in Australien bin ich genau in diese alten Muster verfallen. Ich habe mich dem Druck von oben hingegeben, bin wie ein Hamster im Hamsterrad gerannt und habe es sogar zugelassen, dass man mir Vorwürfe macht, wo es keine zu machen gab. Ich versuchte dadurch eben noch besser und schneller zu sein, nur um ein wenig Anerkennung zu ergattern. Gesund war dies jedoch nicht. Diese Seite an mir ist mir allerdings so sehr vertraut, dass ich mich in der Gesamtsituation gar nicht einmal unwohl gefühlt habe und einfach weitergemacht habe.
      Es war in diesem Fall tatsächlich so, wie häufig in der Berufswelt.

      Doch nun mit etwas Abstand kann ich das Ganze besser überblicken und habe erkannt, dass man eben manchmal die gleichen Fehler ein zweites Mal machen muss, um sie zu realisieren. Und manchmal kann es sehr hilfreich sein, eine Erfahrung erneut zu durchleben, damit man für das nächste Mal die „Zeichen“ frühzeitig erkennt und rechtzeitig einen anderen Weg einschlagen kann. Seither genieße ich das Leben und Arbeiten in Australien in vollen Zügen und fühle mich frei und unabhängig, denn das was ich tue, tue ich mit Begeisterung.

      Das Reisen ist für mich eine wunderbare Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, Menschen und Kulturen kennenzulernen und einfach dieses wunderbare facettenreiche Leben zu genießen. Doch dies ist meine persönliche Meinung.

      Es lässt sich zu diesem Thema noch ewig weiter „philosophieren“ und sicher gibt es hier kein „Richtig“ oder „Falsch“.
      Danke, dass du kritisch hinterfragst und uns an deinen Gedanken teilhaben lässt.

      Grüße aus dem sommerlichen Australien 🙂
      Alice

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