Lebenszeichen – keine Motivation zum Schreiben

 

Wo ist meine Motivation geblieben? Jeden Tag plagt mich mein schlechtes Gewissen, denn ich erinnere mich nicht, wann ich meinen letzten Artikel für meinen Blog geschrieben und veröffentlicht habe. Wann habe ich das letzte Mal mein E-Mail-Postfach überprüft? Und wann habe ich das letzte Mal eine Mail beantwortet? Und sind da nicht auch noch einige Bilder, die ich bearbeiten müsste? Mist! Mir fehlt so absolut die Motivation zu all den Dingen, die ich an meinem Computer erledigen müsste. Da habe ich mir vor ein paar Wochen doch extra einen Internet-Stick zugelegt und eine SIM-Karte für mein Handy, sodass ich auch in Australien unabhängig jederzeit Nachrichten empfangen und senden kann und natürlich um Artikel für meinen Reiseblog zu veröffentlichen. Aber leider möchte ich das gerade gar nicht…

Wo ist meine Motivation geblieben?

Wieder einmal erlebe ich, dass ich die digitale Welt am liebsten für immer verbannen würde. Während meiner gesamten Reise ist es ein ständiges Auf und Ab. Mal bin ich hoch motiviert und kann meine Finger nicht von meinem Computer lassen. Und dann habe ich wieder eine Phase in der ich am liebsten alles aus dem Fenster werfen würde…. Woran liegt das?

Ich bin mir nicht sicher, aber ein wesentlicher Grund könnte sein, dass ich besonders dann hoch motiviert bin zu schreiben, wenn ich in einer Phase des Viel-Nachdenkens und Grübelns stecke. In so einer Phase ist es recht einfach genügend Themen zu finden, über die ich gerne schreiben würde. Und gerade dann ist auch meine Motivation groß meine Gedanken mitzuteilen.

Das Leben genießen und im Hier-und-Jetzt sein

Wie sieht das augenblicklich aus? Warum habe ich aktuell einfach keine Lust mich mitzuteilen? Seit nun schon knapp einem Monat arbeite ich auf einer Pferdefarm in der Nähe von Brisbane und ich bin jeden Tag sehr gut ausgelastet. Die körperliche Arbeit ist anstrengend und kraftraubend und bei der Pferdearbeit ist meine ständige Konzentration gefordert. Es bleibt somit nicht allzu viel Spielraum, um über den Sinn des Lebens zu sinnieren und mir Gedanken zu den unmöglichsten Dingen zu machen. Die meiste Zeit des Tages lebe ich im Hier-und-Jetzt und ich muss sagen, ich genieße es sehr. Ich denke nicht an morgen oder gestern, sondern ich bin einfach hier. Warum sich Gedanken machen über geschehene Dinge oder über das, was vielleicht kommen könnte? Momentan mache ich mir keine Sorgen um meine Zukunft, mache mir keine Gedanken darüber, wie ich mein Leben in wenigen Wochen, Monaten oder Jahren gestalten werde. Ich denke auch nicht viel an Vergangenes, sondern lebe einfach den Moment, ohne mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Jeder Tag ist neu und anders und ich weiß vorher nie genau, wie er sich entwickeln wird.

Es ist wunderbar im Augenblick zu leben und zu sein.

Mein schlechtes Gewissen plagt mich jeden Tag

Doch wenn ich abends nach getaner Arbeit mein Abendessen zubereite und überlege, was ich mit der wenigen mir noch verbleibenden Freizeit an diesem Tag anfange, dann plagt mich mein schlechtes Gewissen. Immer wieder klappe ich mein Notebook auf und versuche ein paar Zeilen zu schreiben, eine E-Mail zu beantworten oder ein paar Bilder zu bearbeiten. Und jedes Mal bin ich schon nach wenigen Minuten frustriert und gelangweilt und klappe mein Notebook wieder zu. Es ist verrückt, aber schon seit drei Tagen sitze ich an diesen wenigen Zeilen, denn jeder Satz fällt mir unheimlich schwer.

Spätestens, wenn ich wieder einen Durchhänger habe, unzufrieden bin mit meiner Situation und mir über den Sinn des Lebens Gedanken mache, dann werde ich wohl auch wieder mehr Artikel schreiben…

5 thoughts on “Lebenszeichen – keine Motivation zum Schreiben”

  1. Hallo Süße,
    also von mir bekommst du mal grünes Licht in Sachen nicht schreiben müssen!!!!!!!
    Drück dich von Herzen.
    „Tante“ Iris

  2. Hallo Alice,
    ich stelle es mir auch nicht so ganz einfach vor. Wenn man so einen blog schreibt, weiß man ja auch nie so genau : interessiert das jetzt überhaupt jemanden? Es fehlt halt so das was man in einem persönlichen Gespräch hat : das direkte Gegenüber mit all seinen Emotionen (hat manchmal aber auch Vorteile ;-)). Es macht einfach mehr Spaß, wenn man merkt, dass gerade zwei Menschen dasselbe Thema fesselt oder das der andere spürbar + sichtbar nachvollziehen kann, wie es einem gerade geht. Trotzdem hat auch dieses Medium seine Vorzüge und auch seine Zeitberechtigung . Auch wenn Deine Berichte rarer werden, bekommt man doch zumindest ein bisschen etwas von Dir und Deinem Leben mit und das ist – in dieser Art wie Du es machst – sehr schön! Mich interessiert Dein Weg weiterhin. Liebe Grüsse Jana

  3. Hallo Schnuckel,
    schön, ein Lebenszeichen von Dir zu haben und dass es Dir richtig gut geht!!!!! Mach Dir keinen Stress – Deine Erlebnisse / Gedanke wirst Du sicher dann wieder erzählen, wenn Du Lust und Platz hast.
    So großzügig wie (Tante) Iris 😉 bin ich leider nicht, denn auch uns soll es ja gut gehen und dafür brauche es einfach immer wieder mal ein „Alles Ok, mir geht’s gut“ (das reicht mir auf jeden Fall!) von Dir.
    Ich liebe und freu mich Dich!
    Drück Dich ganz doll,
    Deine Mama

  4. Hallo Alice.
    Wieso schlechtes Gewissen? Hast Du eine Verpflichtung den Blog „ordentlich“ täglich zu führen? Ich bin erstaunt, denn ich habe in Deinem Blog immer empfunden, dass Du Deinen Weg gehst. Bleib doch dabei und ein schlechtes Gewissen ist nicht angesagt, Du tust ja nichts „Unrechtes“.
    Have fun ! Liebe Grüße aus dem Hamsterrad. Claudia

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