Mit dem Bus von Phuket nach Khao Lak

Der heutige Tag war spannend und anstrengend, hatte aber einen tollen Abschluss.

Bereits gestern stand fest, dass ich so schnell wie möglich aus Phuket raus möchte und so hatte ich mir für heute früh den Wecker gestellt.

Als ich ca. eineinhalb Stunden später dann endlich aufgestanden war, packte ich alle meine Sachen zusammen, bezahlte mein Zimmer für die vergangene Nacht und aß zum Frühstück eine Thailändische Reissuppe. Ich musste mich zunächst etwas überwinden, denn eigentlich stelle ich mir mein Frühstück etwas anders vor. Aber gut, schließlich bin ich in Thailand und ich hatte ja heute auch noch was vor, wofür eine gute Grundlage für den Tag sicherlich gut war. Ob ich die Reissuppe wieder essen werde, das weiß ich noch nicht, zum Frühstück jedenfalls nicht.

Von Patong nach Phuket-Town

Ich wollte nach Khao Lak und dank Internet wusste ich bereits, dass vom Busbahnhof in Phuket täglich regelmäßig Busse dorthin fahren. Aber wie komme ich zum Busbahnhof? Mit dem Taxi wäre das deutlich zu teuer gewesen – so ca. 500 Thailändische Baht (THB) (ca. 11€) –  und so lies ich mir von der netten Dame an der Rezeption in thailändischem Akzent erklären, wie ich dorthin auch ohne Taxi komme. Auch nach mehrfacher Nachfrage erklärte sie mir den Weg geduldig auch ein drittes Mal, bis ich es endlich halbwegs verstanden hatte. Ich lief zum Strand Richtung Polizeistation. Verunsichert fragte ich einen Polizisten nach der Bushaltestelle. Er zeigte auf eine Stelle wenige Meter entfernt. Ein Schild für eine Bushaltestelle war nicht zu sehen. Ich stellte mich dorthin und wartete.
Ein Europäer mit seiner Thailändischen Frau sprangen auf einmal auf und blickten erwartungsvoll die Straße hinunter. Ich fragte auf englisch, ob sie auch auf den Bus nach Phuket-Town warten würden. „Yes, Chicken-Bus to Phuket-Town. Only 30 Baht“.

Super. Also stieg ich ein und schnell wurde deutlich, was er mit „Chicken-Bus“ meinte. Drei lange Reihen, auf denen die Fahrgäste eng aneinandergequetscht, wie die Hühner auf der Stange, saßen. Zu jedem Stopp, bei dem neue Fahrgäste einsteigen wollten, machte der Helfer des Busfahrers gestikulierend und mit hektischer Stimme deutlich, welche Reihe weiter nach hinten aufrutschen sollte – und es wurde enger und enger. Glücklicherweise waren alle Fenster geöffnet, sodass uns der Fahrtwind eine angenehme Brise bereitete.

Von Phuket-Town zum Busbahnhof

In Phuket-Town angekommen wurden wir mitten auf einer Kreuzung rausgelassen und von allen Seiten hörte ich nur „Taxi, Taxi?“ Da ich nicht wusste, wie es nun von hier aus zum Busbahnhof gehen sollte, lies ich mich auf ein Gespräch mit einem Taxifahrer ein, der mir anbot, mich für 200 THB zum Busbahnhof zu fahren. Das schien mir überteuert und ich verneinte. „How much can you pay?“ fragte er mich und ich stellte die Gegenfrage, wie weit es denn zu Fuß sei, oder ob es eine Möglichkeit mit einem Bus geben würde. Er machte mir ein neues Angebot und würde mich auch für 50 THB fahren. Allerdings unter der Bedingung, dass er an zwei Souvenirläden anhalten würde, in die ich gehen müsste. Er würde dann einen Stempel bekommen und für einen Stempel kann er einen Liter Benzin kostenfrei tanken. Das hörte sich interessant an und so stieg ich in das Taxi ein. Ich müsse auch nichts kaufen, sagte er. Aber wenn ich etwas kaufe, dann bekommt er noch mehr Stempel. Nebenbei hat er mir auch noch seine Frau vorgestellt, die neben ihm auf dem Beifahrersitz saß.

Also ging es los. Gemäß Taxifahrer sollte es bis zum Busbahnhof nur 15 Minuten dauern. Letztendlich hat es dann aber mindestens eine dreiviertel Stunde gedauert. Am ersten Shop angekommen stand ich plötzlich in einem Schmuckgeschäft. Mein Taxifahrer meinte, ich solle etwa 10 min. bleiben und mir alles anschauen. Etwas mulmig war mir dabei schon, denn er kam nicht mit und mein großer Reiserucksack lag schließlich in seinem Kofferraum. Aber egal, ich traute ihm und seiner Frau und schaute mir den Schmuck an. Einfach nur anschauen ging allerdings nicht, weil ich auf Schritt und Tritt verfolgt wurde. Ein freundlicher Verkäufer holte immer wieder verschiedene glitzernde Schmuckstücke aus den Vitrinen und hielt sie mir hin. Irgendwie kam ich mir blöd vor, denn ich stand da mit lässigem T-Shirt, kurzen Hosen und Flip Flops sowie meinem Daypack auf dem Rücken, aus dem an der Seite zwei Wasserflaschen guckten und lies mir von einem Mann in Anzug hinter abgedunkelten Schaufensterscheiben glitzernden Schmuck mit Edelsteinen zeigen. Und dann war ich auch noch so dreist zu fragen, ob das echtes Silber sei. Der musste doch merken, dass hier was nicht stimmt. Aber vielleicht lag ich ja doch richtig mit meiner Vermutung, dass der Schmuck gar nicht echt war. Und vielleicht machte auch er und der ganze Laden nur eine Show, genauso wie ich. Ich werde es wohl nicht mehr erfahren. Ich verließ den Laden und der Taxifahrer bedankte sich bei mir für den Stempel und schenkte mir dazu noch eine kalte Flasche Wasser. Wir fuhren weiter durch abgelegene Gassen und erreichten den zweiten Laden. Hier spielte sich die gleiche Szene ab, sodass ich auch hier ohne etwas zu kaufen nach ca. 10 Minuten den Laden wieder verlies.
Zwei Minuten später erreichten wir den Busbahnhof. Der Taxifahrer hatte seine Stempel und ich hatte für einen Euro eine private Sightseeing-Tour durch Phuket-Town bekommen.

Vom Busbahnhof in Phuket-Town nach Khao Lak

Für 100 THB kaufte ich mir ein Busticket nach Khao Lak und wartete noch eine Stunde bis zur Abfahrt. Die gesamte Fahrtzeit dauerte fast zweieinhalb Stunden, war jedoch sehr interessant. Wir kamen an einigen Kautschuk-Plantagen vorbei und zum Schluss habe ich sogar Elefanten gesehen. Glücklicherweise war der Bus klimatisiert und die Rückenlehne lies sich verstellen, sodass ich sogar ein wenig schlafen konnte. Irgendwann wurde ich jedoch nervös, da ich nicht wusste, wann ich aussteigen musste und versuchte die Straßenschilder und -reklame zu entziffern. Erleichterung kam auf, als mich der Busfahrergehilfe zu sich winkte und deutlich machte, dass hier meine Station sei.

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Unterkunft in Khao Lak

Im Internet hatte ich mich vorab schon ein wenig schlau gemacht, welche günstigen Unterkünfte es hier gab und so landete ich schließlich im Seaweed Hostel mit Dreibett-Zimmer für umgerechnet ca. 5€ die Nacht inklusive freiem WLAN.

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Meine Zimmergenossinnen, eine Chinesin und eine Spanierin, waren in meinem Alter und schienen mir auf Anhieb sympathisch und wir kamen schnell ins Gespräch. Kurz darauf begleitete ich Maria, die Spanierin, zum Meer und wir schlenderten am Strand entlang, unterhielten uns und setzten uns schließlich in den Sand und genossen den Sonnenuntergang.

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Auf dem Rückweg kam ich dann in den Genuss eines Thailändischen Pfannkuchens mit Bananen und Nutella. Mhhh… lecker! Das werde ich die kommenden Tage wohl noch häufiger essen. Hier gefällt es mir und so bleibe ich erst Mal ein paar Tage.

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Zum Abschluss gab es dann heute Abend noch einen heftigen Regenguss, der nichts trocken lies. Doch glücklicherweise war ich da auch schon wieder auf dem Zimmer.

Für morgen ist Strand, Sonne und Meer angesagt!

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