Raus aus dem Trott und rein ins Leben

Das liebe Hamsterrad! Wer kennt es nicht?

Man läuft und läuft und läuft und…. irgendwann kann man nicht mehr!

Der Job, der vielleicht irgendwann mal Spaß gemacht hat, ist auf einmal langweilig, eintönig und kräfteraubend und man fragt sich, wo die anfängliche Begeisterung geblieben ist. Jeden Morgen erneut aus dem Bett quälen und sich zum Job schleppen und darauf hoffen, dass die Woche möglichste schnell vergeht, um wenigstens am Wochenende ein wenig Freizeit zu genießen. Aber ist das nicht eigentlich völlig verrückt? Und der Druck wird nicht weniger, auch wenn wir schneller und besser sind, auch nicht, wenn wir mehr als die geforderten 40-Stunden arbeiten und vielleicht sogar unser Wochenende für den Job opfern. Der Berufsalltag macht dauergestresste Zombies aus uns. Warum lassen wir das über uns ergehen? Warum erkennen wir häufig erst viel zu spät, dass wir uns damit keinen Gefallen tun.

Deutsche Tugenden. Fleiß, Disziplin und Ordnung

Wir Deutsche gelten allgemein als strebsam, fleißig, gut organisiert und diszipliniert. Aber ist das tatsächlich ein Grund stolz zu sein? Mir wäre es lieber, wenn wir als lebensfrohe und fröhliche Menschen gelten würden, die bekannt dafür sind ihre Träume zu verfolgen und aus Leidenschaft großartiges hervorbringen. Doch leider sind die meisten von uns davon noch weit entfernt. Leistung und Sicherheit scheinen an oberster Stelle zu stehen. An ein Ausbrechen aus diesen festgefahrenen Strukturen ist nicht zu denken. WARUM? Wo ist die Abenteuerlust geblieben? Was ist aus unserer Begeisterung und Neugierde fürs Leben geworden, die wir alle zumindest in der Kindheit einmal hatten? Heißt Erwachsenwerden etwa, dass wir vergessen, wie wir unser Leben genießen können?

Welche Träume schlummnern in dir?

Ich bin davon überzeugt, dass es sich jederzeit lohnt einmal in sich hineinzuhorschen und zu fragen, “Was wünsche ich mir?”, “Welche Träume habe ich?”, „Was würde mir guttun?“ und “Welche Ziele möchte ich in meinem Leben erreichen?”. Und es ist dabei egal in welcher Lebensphase man steckt. Die eigenen Träume und Ziele sollten zu jedem Zeitpunkt präsent sein. Denn wir haben das Privileg genau diese Träume und Ziele verfolgen zu können und es wäre reinste Verschwendung, wenn wir dies nicht ausnutzen würden.

Das Leben hat sicherlich noch mehr zu bieten als eine 40-Stunden-Woche, ein bisschen Freizeit am Wochenende und ein bis zwei Urlaube im Jahr, die lediglich dazu dienen, die aufgebrauchte innere Batterie wieder aufzutanken.

Sicherheit vs. Abenteuerlust

Es ist nicht einfach, sich tatsächlich darüber bewusst zu sein, welche Träume, Wünsche und Ziele man hat. Und noch viel schwieriger erscheint es, diese Träume und Wünsche tatsächlich umzusetzen. Solche Gedanken werden gerne schnell bei Seite geschoben, lange bevor man sich damit tatsächlich tiefgründiger auseinandergesetzt hat. Es ist die Verantwortung und es sind die vielen Verpflichtungen denen man schließlich nachgehen muss. Und dann gibt es da noch die ein oder anderen Ängste, die uns davon abhalten einen Neuanfang zu wagen. Das eigene Heim, der feste Job und das geregelte Einkommen bieten so viel Sicherheit und Komfort, dass man dies ungern gegen ein ungewisses Abenteuer eintauschen möchte. Schließlich hat es lange gedauert und hat viel Kraft gekostet diese Komfortzone aufzubauen und ehe man sich tatsächlich über die eigenen Träume und Wünsche im Klaren ist, ist man schon wieder mitten in seinem alten Trott und man läuft und läuft und läuft….

Ein schönes Sprichwort besagt: Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat – sondern die Dinge, die man nicht getan hat!

Im Stern gab es mal vor einiger Zeit unter dem Titel “Sehnsucht nach dem Neuanfang” einen tollen Zeitungsartikel über Menschen, die es geschafft haben aus ihrem Hamsterrad auszusteigen.

Z.B. der Herzchirurg, der sich seinen Traum vom Leben als Truckerfahrer erfüllte – die Maschinenebauerin, die Gartendesignerin wurde – der Vertriebsmanager, der seinen Job aufgab um Weinhändler zu werden – die Industriekauffrau, die anfing Möbel zu designen – die Softwareberaterin, die heute als Elbtour-Managerin arbeitet und der Diakon, der Outdoortrainer wurde. Hier gehts zum Artikel

Lasse dich inspirieren und lebe dein Leben. Jetzt!

 

Australia - Huntly-3819

2 thoughts on “Raus aus dem Trott und rein ins Leben”

  1. Hallo Alice,

    ich bin über einen Umweg über ein Forum auf Deinen Blog gestoßen und muss sagen: Hut ab! Ich finde es nicht nur mutig, was Du machst, ich finde auch Deine Gedanken sehr interessant. Da ich es nicht direkt finden konnte, darf ich fragen, wie Du auf die Idee dieser Reise gekommen bist? Ich werde hier gern weiter mitlesen und Deinen Weg verfolgen.

    Dir alles Gute und: frohe Weihnachten!

    Andrea

  2. Ich bin durch zufall auf diesen Artikel gestoßen.

    Du sprichst mir einfach aus der Seele, genau die Gedanken habe ich auch Tag ein Tag aus….leider weiß ich bislang noch nicht genau wie ich aus der Enge ausbrechen kann, da man ja doch leider auf das Geld angewiesen ist….

    Toll dass es auch andere Menschen gibt die so denken wie ich. Der Satz von dir bringt es einfach auf den Punkt

    Das Leben hat sicherlich noch mehr zu bieten als eine 40-Stunden-Woche, ein bisschen Freizeit am Wochenende und ein bis zwei Urlaube im Jahr, die lediglich dazu dienen, die aufgebrauchte innere Batterie wieder aufzutanken.

    Viele Grüße

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