Die Thailändische Sprache lernen

Als ich zum ersten Mal die Songs von der thailändischen Reggae-Band JOB2DO gehört habe, saß ich in einer Runde mehrerer Thais und Touristen in einer gemütlichen Strandbar. Es wurde Gitarre gespielt, getrommelt und viel gesungen.

Auf diese Weise habe ich die thailändische Musik kennen und lieben gelernt. Doch das einzige Problem dabei ist, dass ich einfach kein einziges Wort verstehe. Wenn mir jedoch ein Lied gefällt, dann möchte ich in der Regel auch wissen, worum es darin geht. Also stand die Entscheidung für mich fest. Ich muss die thailändische Sprache lernen!  😀

 

Hör mal rein:

JOB2DO – Dooo Dooo Dooo Dooo ter tam

JOB2DO – Sea

 

Die ersten Worte in der Thailändischen Sprache

Mit Hilfe einiger Thais habe ich dann meine ersten Wörter in Thai gelernt, wie z.B.

Danke

Kopun khaa / khrap

Hallo/ Willkommen

Sawadii Khaa / Khrap

Prost / Viel Glück

dschok dii

Wie geht es dir?

Sabai dii mai

Mir geht es gut

Sabai dii

Das macht nichts

mai pen rai

Das R wird nicht, wie im Deutschen, im Rachen gerollt, sondern irgendwie im Gaumen, was sich dann häufig wie ein L anhört.

Und um möglichst höflich zu klingen setzt man an das Satzende ein Khaa als Frau oder Khrap als Mann.

 

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Motivation, Zuhören und viel Zeit

Hoch motiviert beorderte ich dann aus Deutschland einen Thai-Sprachführer, der mir in möglichst kurzer Zeit beibringen sollte die thailändische Sprache zu verstehen.

Die Erkenntnis ist ernüchternd. Auch wenn einiges in der Grammatik sehr einfach und logisch gehalten zu sein scheint, dann besteht die eigentliche Herausforderung darin, die richtige Tonlage pro Silbe eines Wortes zu treffen und herauszuhören, damit man die exakte Bedeutung des Wortes richtig versteht.

Eins ist klar. Um die Sprache zu lernen brauche ich sehr viel Zeit.

Fünf verschiedene Töne pro Silbe

Es gibt 5 unterschiedliche Tonlagen und die kann von Silbe zu Silbe unterschiedlich sein.

Der mittlere Ton, der tiefe Ton, der fallende Ton, der hohe Ton und der steigende Ton.

In der deutschen Sprache ändert sich die Bedeutung des Wortes durch eine geänderte Tonlage eigentlich nicht, wie z.B. der steigende Ton beim Satzende einer Frage. In der thailändischen Sprache gehört die Tonlage zum Wort und ändert sich die Tonlage, dann ändert sich auch die Bedeutung des Wortes.

Bei meinen Versuchen ein Wort nachzusprechen, schaffe ich es nie beim ersten Versuch und häufig kann ich die richtige Tonlage gar nicht heraushören. Und selbst wenn ich es schaffe, das Wort richtig auszusprechen, dann verfalle ich häufig in meine alt bekannten Sprachmuster und betone, wie in der deutschen Sprache. Ich will gar nicht wissen, was ich alles schon gesagt habe…

Doch die Thais sind geduldig und freuen sich über jeden, der versucht die Sprache zu lernen und sie werden dir nie das Gefühl geben, dass es peinlich ist, wenn man ein Wort falsch ausspricht.

Es reicht jedoch nicht aus, einfach nur Vokabeln aus einem Buch zu pauken. Man muss auch die richtige Aussprache lernen und ganz viel zuhören.

In so kurzer Zeit werde ich es wohl nicht schaffen, die thailändische Musik zu verstehen. Da bleibt mir nur, weiterhin zu genießen und zu fragen, worum es in den Liedern geht.

Es macht definitiv sehr viel Spaß sich mit einer neuen Sprache auseinanderzusetzen, denn dadurch macht man sich auch die eigene Sprache viel bewusster.

Ich halte euch bezüglich meiner Lernerfolge auf dem Laufenden, sofern sich meine Sprachfähigkeiten in einem erwähnenswerten Maße steigern sollten. 😉

 

2 thoughts on “Die Thailändische Sprache lernen”

  1. Hej Alice,

    die Bilder und der Blog sind wirklich traumhaft. Dein Sprachbericht erinnert mich an Norberts Erzählung, der die Intonierung ziemlich ulkig nachamen kann.
    Kein Wunder, dass du im Paradies keine Lust auf den Laptop hast. 🙂
    Ich wünsche dir erstmal eine wundervolle Zeit und kann den Tip mit Neuseeland nur unterstreichen – meine Gastschwester hat auf ihrer Weltreise 32 Länder bereist und auf Top 1 ist Neuseeland gelandet, zusammen mit Peru und Nepal. 🙂 Solange man Natur und Wetter genießt und dies am Besten noch mit Gleichgesinnten, ist es eigentlich unbedeutend wo genau man sich aufhält.
    Genieß es deinen Traum zu leben und liebe Grüße,

    Wiebke

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